 Die Aachener Burg Frankenberg liegt im Frankenberger Viertel. Abgeleitet von "Franke", was für freie Burg steht.
Kurz nach der Erbauung wurde sie ein Lehen der Markgrafen und späteren Herzöge von Jülich, Kleve und Berg. Lange glaubte man, Karl der Große habe sie erbaut. Forschungen ergaben jedoch, daß sie aus der 2. Hälfte des 13. Jhd. stammt. Arnold I von Merode gilt als Erbauer der Burg. 1352 wird Burg Frankenberg erstmals urkundlich erwähnt, obwohl sie als gut gesicherte Wasserburg galt, wurde sie 1391 von Raubrittern erobert. Bereits 1449 ist sie wieder im Besitz der Familie von Merode. Als Adam III. als letzter Spross der Merode-Frankenbergs ohne männliche Nachkommen starb, fiel die Burg 1583 an Johann von Merode-Houffalize, dem Herzog Wilhelm V. von Jülich, die Burg als Lehen übertrug. Sein Enkel Johann Dietrich, errichtete 1637-1661 das Gebäude wieder. 1728 starb die Familie aus. Erbe war ein Halbvetter Johann Wilhelm Freiherr von Merode-Houffalize zu Frenz. Die letzte Erbin derer von Merode, Franziska von Merode-Houffalize zu Frenz verkaufte die Ruine 1827 an den Landrat von Coels, der die Anlage 1834-1838 sanierte. 1872 erwarb die Frankenberger Baugesellschaft den Besitz um das Frankenberger Viertel zu errichten. 1961 begann die Einrichtung als Heimatmuseum. Das heutige Museum dokumentiert u. a. die Aachener Stadtgeschichte. Baugeschichte Untersuchungen ergaben, daß die Burg im 13. Jhd. entstand. Annahmen, sie sei auf den Mauern eines römischen Wachturms errichtet, wurden verworfen. Von 1637-1661 war eine erste Instandsetzung durch Johann Dietrich von Merode-Houffalize erforderlich. Die Burg war bis auf den Bergfried ohne Dach, viele Mauern eingestürzt, Balken und Holzwerk verfault, viele Räume wegen Einsturzgefahr unzugänglich. Man legte darauf Wert, den Charakter der Anlage zu erhalten, nur die Kapelle wurde nicht erneuert. Das Wohnhaus erhielt ein schloßartiges Aussehen. Landrat von Coels baute die Burg 1834-1838 wieder um. Wobei er Änderungen an der Ursprungsform vornahm. Die Türme erhielten neue Obergeschosse und einen Zinnenkranz. Der bis dahin offene Burghof wurde mit einer Mauer inkl. Wehrgang eingefaßt. Um Platz für ein neues Wohnviertel zu schaffen, verkleinerte die Frankenberger Baugesellschaft ab 1872 den Frankenberger Park, aus dem Schwanenweiher wurde ein kleiner Teich. Ende des 19. Jhd. wurde die Vorburg und der Wirtschaftshof abgetragen. 1971 wurden einige Veränderungen, die zwischen 1834 und 1838 vorgenommen worden waren, zurück geführt; u. a. wurden die damaligen übergroßen Zinnen des Bergfrieds wieder abgenommen. Die Fastrada-Sage
Karl der Große erhielt von einer Schlange als Dank für ein Urteil, das zugunsten der Schlange ausfiel, einen Zauberring geschenkt. Karl würde die Person, die den Ring trage, für immer lieben, sagte die Schlange. Der Kaiser schenkte den Ring daraufhin seiner Frau Fastrada. Als sie starb, war Karls Trauer derart groß, daß seine Untertanen in Sorge waren, ob des Zustands ihres Herrn. Erzbischof Turpin von Reims entdeckte schließlich, daß die Tote durch ihren Ring den Kaiser noch immer an sich band. So zog Turpin den Ring von Fastradas Finger und warf ihn in den Teich der Burg Frankenberg. Daraufhin war Karl der Große für ewig mit dem Ort verbunden, und es zog ihn immer wieder dorthin, denn er fand nur inneren Frieden, wenn er am Rande dieses Gewässers saß. |